Der Einzelhändler Pepco Group strebt an, seine Produktionsbasis auf den Kontinent Afrika auszudehnen, um seine Lieferketten aufgrund von Störungen infolge geopolitischer Instabilitäten zu diversifizieren. Diese Maßnahme erfolgt nach Störungen in den globalen Transportwegen, die nach einer Verschärfung der Konflikte im Iran in diesem Jahr aufgetreten sind, und berücksichtigt auch die bestehenden Druckverhältnisse im Zusammenhang mit den Bedrohungen durch die Houthi im südlichen Roten Meer.
Transportherausforderungen und steigende Kosten
Transportunternehmen leiten ihre Schiffe aufgrund dieser Bedrohungen von Asien nach Europa über das Kap der Guten Hoffnung, was die Transitzeiten verlängert und die Transportkosten erhöht hat. Javier Rubio Fuego, Global Supply Chain Director von Pepco, sagte in einem Interview: "Unvorhersehbarkeit ist zu einem neuen Normalzustand für die Lieferketten geworden. Diese Situation ist auch für den gesamten Einzelhandel neu."
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Suche nach neuen Beschaffungsquellen
Die meisten Spielwaren, Haushaltswaren und Bekleidungsstücke, die über die 4000 Pepco-Filialen in etwa 18 europäischen Ländern verkauft werden, werden per Schiff aus Asien transportiert, wobei diese Routen hauptsächlich durch Südafrika führen. Pepco hat erklärt, dass die Abhängigkeit von dieser langen und komplexen Lieferkette der Grund für ihre Suche nach alternativen Beschaffungsstandorten, einschließlich Afrika, war.
Das Unternehmen Pepco hat außerdem darauf hingewiesen, dass das bestehende Beschaffungsmodell mit längeren Lieferzeiten sie weitgehend vor den unmittelbaren Auswirkungen dieser Störungen geschützt hat; im Gegensatz zu Fast-Fashion-Konkurrenten, die auf schnelle saisonale Beschaffung angewiesen sind.
Für kurzfristige Schwankungen nutzt Pepco eine Kombination aus Standard-Seefracht und einem Premium-Schnelltransportdienst von Fernost nach Europa, der die Lieferzeiten um zwei bis drei Wochen verkürzt. Das Unternehmen hat im August erheblich von diesem schnellen Dienst Gebrauch gemacht, um die durch Stürme in China verursachten Störungen zu bewältigen, erwartet jedoch, dass es im September weniger darauf angewiesen sein wird.
Die Standardfracht macht 85 Prozent der regulären Sendungen von Pepco aus, während die Premium-Option je nach Marktlage zwischen 10 und 15 Prozent ausmacht. Der Lufttransport macht weniger als 1 Prozent der gesamten Sendungen aus.
Pepco garantiert jährliche Tarife für beide Transportoptionen, um das zu vermeiden, was Fuego als "unvernünftige Marktpreise" bezeichnet hat. Darüber hinaus prüft der Einzelhändler den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Verbesserung der Vorhersage von Transitzeiten. Fuego sagte, dass die vollständige Diversifizierung der Lieferkette drei bis fünf Jahre dauern könnte.
Im Rahmen einer umfassenden Überprüfung der Logistik bereitet sich Pepco darauf vor, ein Vertriebszentrum in der Nähe der Hafenstadt Gdańsk an der Ostsee zu eröffnen. Die Gruppe beschleunigt auch ihre Expansion in Westeuropa und plant, zwischen den Geschäftsjahren 2027 und 2030 mindestens 600 neue Filialen in bestehenden Märkten zu eröffnen.
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