Neun Jahre sind seit dem grausamen Mord an Daphne Caruana Galizia, einer prominenten maltesischen Investigativjournalistin, vergangen. Sie wurde wegen ihrer Enthüllungen über großangelegte Korruption und finanzielle Skandale Ziel eines Bombenanschlags vor ihrem Haus. Obwohl die Haupttäter dieses Mordes identifiziert und verurteilt wurden, bleibt die größere Frage, ob jemand für die Beauftragung dieses Verbrechens zur Rechenschaft gezogen wird.
Kultur der Straflosigkeit in Malta
In der vergangenen Woche hat eine Jury in Malta Jürgen Fenech, eine der herausragenden Geschäftsfiguren des Landes, von dem Vorwurf der Mitwirkung an diesem Mord freigesprochen. Diese Entscheidung ist ein Zeichen für die anhaltende Kultur der Straflosigkeit in Malta, die sich täglich mehr zu einem ernsthaften Problem entwickelt. Tatsächlich bleibt die aufgedeckte Korruption von Caruana Galizia nach wie vor ein großes Geheimnis und unbeantwortet.
Trotz der Tatsache, dass einige der physischen Täter dieses Mordes im Gefängnis sitzen, wurde niemand für die Planung und Durchführung dieses Verbrechens vor Gericht gestellt. Diese Situation schadet nicht nur dem Ansehen des maltesischen Justizsystems, sondern hat auch negative Auswirkungen auf das öffentliche Vertrauen in staatliche Institutionen.
Aufruf zum Handeln aus Brüssel
Jetzt ist es an der Zeit, dass Brüssel und andere internationale Institutionen dieses Problem ernst nehmen und ernsthafte Maßnahmen zur Reform in Malta ergreifen. Daphne Caruana Galizia hat mit ihrem Mut Licht auf die versteckte Korruption in diesem Land geworfen, und nun ist es unsere Pflicht, ihren Weg fortzusetzen. Obwohl diese Journalistin ihr Leben für die Wahrheit gegeben hat, hallt ihre Stimme weiterhin in der Luft und muss gehört werden.
Schließlich, kann Malta als demokratisches Land diese Frage beantworten, warum es sich der Gerechtigkeit widersetzen sollte? Ist es nicht an der Zeit, dass die Welt diese Frage beantwortet?



