Der Premierminister des Irak, Ali al-Saidi, lud während seines offiziellen Besuchs in Berlin am Dienstag deutsche Unternehmen ein, am Wiederaufbauprozess im Irak teilzunehmen. Er brachte auch die Idee des Exports von Rohöl nach Deutschland und den Bau einer Pipeline zu diesem Zweck zur Sprache.
Einladung zur Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen
Al-Saidi erklärte nach einem Treffen mit dem deutschen Kanzler, Friedrich Merz: "Deutsche Unternehmen und andere Firmen können im Irak nachhaltig tätig sein." Er betonte, dass der Irak über reichlich Rohstoffe und eine große Arbeitskraft verfügt, jedoch auf deutsche Technologie und Expertise angewiesen ist.
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Vielfalt der Ölexporte aus dem Irak
Der Premierminister des Irak erklärte, dass diese Zusammenarbeit nicht einseitig sein wird und Vereinbarungen über den Ölexport vorgeschlagen wurden. Aufgrund der geografischen Nähe exportiert der Irak traditionell sein Öl nach Ostasien, jedoch strebt al-Saidi eine Diversifizierung der Exportziele an. Er wies auf die Existenz von Pipelines in die Türkei und nach Syrien hin und forderte auch den Export von Öl über das Mittelmeer nach Frankreich.
Al-Saidi fügte hinzu: "Unsere Vision ist es, unsere Produktion zu verdoppeln. Wir möchten eine Produktion von 9 bis 10 Millionen Barrel pro Tag erreichen." Er erklärte auch, dass die Hälfte dieser Menge nach Europa und in den Westen geschickt werden sollte.
Die beiden Regierungen einigten sich auf ein Aktionsprogramm zur weiteren Entwicklung ihrer Zusammenarbeit. Merz fügte hinzu: "Deutschland ist an einem starken und wohlhabenden Irak interessiert." Dies umfasst "gute Beziehungen" zwischen Bagdad und den Kurden im Norden des Landes. Viele deutsche Unternehmen sind bereits im Irak tätig und entwickeln neue Lösungen zur Energieversorgung und Abfallwirtschaft und stärken zudem den Handel.
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