Am Morgen des 11. Septembers 2001 saß Met Klaymo, ein pensionierter Offizier und echter Soldat, in seinem Büro im Pentagon. Als das entführte Flugzeug in das Gebäude des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten krachte, gab er sich dem Chaos und der Angst nicht hin und entschied sich zu bleiben.
Gemischte Gefühle an einem bitteren Tag
Met Klaymo erinnert sich an diesen Tag und schreibt: „Ich habe den ganzen Tag als guter Soldat gehandelt: fest, entschieden, gefühlskalt, rational und neutral“. Doch diese Gefühle änderten sich völlig in dem Moment, als er nach Hause zurückkehrte. Er sah sich mit tiefer Trauer über den Verlust von Menschenleben konfrontiert, aber ein anderes Gefühl überkam ihn: Erniedrigung.
Er fährt fort: „Wir waren als Nation erniedrigt“. Dieser pensionierte Offizier glaubt, dass die Militärmacht, von der er ein Teil war, gegenüber dieser großen Bedrohung machtlos war und nicht in der Lage war, ihre Bürger zu schützen. Dieses Gefühl der Dunkelheit stimmte mit der Dunkelheit seines Hauses überein, als er die Tür öffnete.
Bittere Erkenntnisse aus einem historischen Tag
Klaymo erinnert sich, dass trotz aller Vorbereitungen und Sicherheitsmaßnahmen dieser terroristische Anschlag zeigte, dass nichts die Verwundbarkeit der amerikanischen Gesellschaft gegenüber solchen Bedrohungen schützen kann. Er fühlt sich nicht nur als Soldat, sondern auch als Bürger gescheitert, und dieses Gefühl des Scheiterns spürte er in den Tagen danach deutlich.
Seine bittere Erfahrung erinnert daran, dass selbst die stärksten Institutionen und Systeme gegenüber unerwarteten Feindseligkeiten machtlos sind und dass dies in Zukunft mehr Aufmerksamkeit und Vorbereitung erfordert.



