ACCA (Vereinigung der Chartered Certified Accountants) und Ernst & Young Advisory Services (EY) haben einen Bericht veröffentlicht, in dem Finanz- und Unternehmensleiter aufgefordert werden, die Nachhaltigkeitsberichterstattung in zehn Schlüsselbereichen zu stärken. Dieser Bericht mit dem Titel „Nachhaltigkeitsberichterstattung: Verfolgen Sie Ihren Fortschritt - Einblicke aus der GBA“ zeigt, dass trotz steigender gesetzlicher Anforderungen viele Organisationen noch in den frühen Phasen der Schaffung der notwendigen Infrastruktur für die Berichterstattung sind.
Herausforderungen in der Nachhaltigkeitsberichterstattung
Laut den Daten dieser Studie haben 41 Prozent der globalen Befragten und 36 Prozent der Teilnehmer aus der Greater Bay Area (GBA) den Mangel an Wissen als ein großes operatives Hindernis genannt. Außerdem haben 35 Prozent der globalen Befragten und 27 Prozent der GBA-Teilnehmer die Unreife des Berichterstattungsecosystems als ein wichtiges Problem angesprochen. Fast ein Drittel der Befragten in der ersten Gruppe und 31 Prozent der GBA-Teilnehmer haben Schwierigkeiten bei der Verständigung der Bedürfnisse der Stakeholder erwähnt.
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Während Compliance und finanzielle Bewertungen die Hauptanreize für Offenlegungen in beiden Gruppen sind, haben die GBA-Befragten dem Risikomanagement mehr Gewicht beigemessen, während die globalen Befragten sich stärker auf die Bereitstellung umfassender nicht-finanzieller Perspektiven konzentrieren. Zudem hat strategische Planung für 44 Prozent der globalen Teilnehmer Priorität.
Vorgeschlagene Maßnahmen zur Verbesserung der Berichterstattung
Um diese Herausforderungen zu bewältigen, beschreibt der Bericht zehn spezifische Maßnahmen. Die wichtigste dieser Maßnahmen besteht darin, über bloße Compliance hinauszugehen und Nachhaltigkeitsdaten zu nutzen, um die strategische Resilienz, Geschäftsmöglichkeiten und langfristige Leistung zu stärken. Organisationen sollten die relevanten Standards in Bezug auf ihre Rechtsordnungen und Lieferketten priorisieren und von rechtlichen Leitlinien, Unterstützungsmechanismen und Anreizen profitieren.
Operative Resilienz erfordert eine umfassende betriebliche Überprüfung zur Identifizierung kritischer Ressourcen, Abhängigkeiten und Kostenrisiken. Eine regelmäßige und bidirektionale Kommunikation mit Investoren, Kunden, Lieferanten, Mitarbeitern und Aufsichtsbehörden sollte institutionalisiert werden, um die Qualität der Daten und der Governance-Entscheidungen zu verbessern.
Die Autoren empfehlen außerdem, dass Finanz- und Nachhaltigkeitsdaten integriert werden, interindustrielle Kooperationen zur Stärkung der Kapazität aufgebaut werden und flexibler Zugang zu spezialisierten technischen Fähigkeiten gewährleistet wird. Schließlich betont der Bericht, dass Führungskräfte und Buchhalter sofort handeln müssen und warnt, dass Verzögerungen bei der Umsetzung die Kosten zur Erfüllung zukünftiger Markt- und gesetzlicher Anforderungen erhöhen werden.
Wilson Cheng, Präsident von ACCA Hongkong, erklärte: „Die Erwartungen im Bereich Nachhaltigkeit werden heute zunehmend präziser, und Unternehmen schaffen Zugang zu spezialisierten Fachkenntnissen, um höhere Standards aufrechtzuerhalten, die Datenqualität zu gewährleisten und die Methoden der Nachhaltigkeitsberichterstattung in Einklang zu bringen. Buchhalter sind in einer günstigen Position, um diese Bemühungen zu unterstützen und durch ihre Stärken in Compliance, internen Kontrollen und Daten-Governance zuverlässige Systeme zur Erfassung und Verwaltung von Daten für die Nachhaltigkeitsberichterstattung zu schaffen.“
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