Die Denkmalschutzbehörden der Stadt Washington D.C. haben die Trump-Regierung aufgefordert, das Projekt des 250 Fuß hohen Siegesbogens in der Nähe des Arlington National Cemetery zu stoppen und stattdessen die zwei schlanken Säulen zu errichten, die im Kongressentwurf von 1925 vorgesehen sind.
Details des Siegesbogenplans
Andrew Lewis, ein Beamter des Büros für historische Denkmäler in Washington, hat in einem Brief, der am Mittwoch verschickt wurde, auf seine Gründe für den Ersatz des Bogens durch Säulen hingewiesen. In diesem Brief erklärte er, dass der Siegesbogen "effektiv einen erheblichen Teil der wichtigen Aussicht zwischen dem Lincoln-Denkmal und Arlington mit einem alternativen Rahmen ersetzen würde." Lewis wies auch darauf hin, dass der von Trump erwähnte Entwurf von 1925 zwei 166 Fuß hohen Säulen umfasst, die als Symbol der Wiedervereinigung von Nord und Süd nach der Rekonstruktionszeit entworfen wurden.
Kritik und Reaktionen
Lewis kritisierte auch die Auswirkungen des Siegesbogens auf die historische Sichtlinie zwischen dem Lincoln-Denkmal und dem Arlington House, dem ehemaligen Wohnsitz des konföderierten Generals Robert E. Lee. Diese Kritik wurde in einem Brief der gemeinnützigen Gruppe Committee of 100 in der Bundesstadt ebenfalls hervorgehoben. Diese Gruppe ist der Meinung, dass der National Park Service bei der Bewertung von Standorten und alternativen Entwürfen versagt hat.
Ein Sprecher des Innenministeriums verteidigte diesen Prozess gegenüber den Medien und erklärte, dass das Ministerium alle Gesetze eingehalten und über 100.000 öffentliche Kommentare registriert habe. Er fügte auch hinzu: "Die Schlussfolgerung, dass dieser Prozess illegal ist, zeigt ein mangelndes Verständnis der Fakten."
Eine Umfrage in Washington D.C. zeigte ebenfalls, dass 93 Prozent der rund 11.000 erhaltenen Kommentare von D.C.-Einwohnern gegen den Siegesbogen waren. Die von Trump eingesetzte Kommission für schöne Künste genehmigte im Mai das endgültige Projekt, und die Kommission für Stadtplanung stimmte im Juli für die vorläufige Genehmigung.
Innenminister Doug Burgum gab in diesem Monat den Beginn der Grabungsarbeiten bekannt, obwohl die Regierung betont hat, dass diese Arbeiten zur Informationssammlung und nicht für den Bau gedacht sind, während die endgültige Abstimmung der Stadtplanungskommission noch aussteht.



