Die Universität Otago in Neuseeland hat in einer neuen Studie 118 Viren, darunter 107 neue Arten, bei Aasfressern identifiziert. Diese Forschung wurde durchgeführt, um zu untersuchen, wie Viren durch Zugvögel, die die Insel Neuseeland erreichen, übertragen werden. Angesichts des Ausbruchs des H5N1-Virus in diesem Land waren die Forscher bestrebt, ein besseres Verständnis für Krankheiten und deren Verbreitung zu gewinnen.
Gesammelte Daten von Aasfressern
Das Forschungsteam hat 683 Proben von Rektalabstrichen und 665 Proben von Rachenabstrichen von 31 Vogelarten gesammelt. Diese Studie konzentrierte sich auf Viren, die eine Infektion bei Vögeln verursachen können, während Viren, die mit Wirbellosen, Pflanzen, Pilzen und Bakterien in Zusammenhang stehen, aus dieser Untersuchung ausgeschlossen wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass Aasfresser, insbesondere die südliche Schwarzrückenart und die subantarktischen Skuas, eine größere Vielfalt an Viren aufweisen als andere Vögel, was auf ihre Position in der Nahrungskette und ihre weitreichenden Verbindungen zur Umwelt hinweist.
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Folgen und Bedeutung der Ergebnisse
Die Forscher haben festgestellt, dass einige dieser Viren enge Verbindungen zu Viren in weit entfernten Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten und Russland haben. Außerdem wurden 12 Viren identifiziert, die mit Säugetieren in Zusammenhang stehen, darunter Viren, die mit Kaninchen, Igeln und sogar Seelöwen verbunden sind. Diese Erkenntnisse könnten zur Entwicklung von Managementstrategien zur Kontrolle der Ausbreitung gefährlicher Krankheiten wie der Vogelgrippe beitragen.
Dr. Stephanie Waller, die Hauptautorin dieser Studie, betont, dass Aasfresser als Wächter der Natur fungieren und durch ihr Verhalten bei der Abfallbeseitigung als Indikatoren zur Identifizierung von Viren dienen können. Es ist jedoch zu beachten, dass das Fehlen der Identifizierung des H5N1-Virus in den Proben nicht bedeutet, dass dieses Virus in Neuseeland nicht vorhanden ist. Eine gezielte Überwachung dieser Arten könnte als Frühwarnsystem zur Identifizierung von Viren dienen und uns helfen, die Übertragungswege zwischen Wildtierpopulationen zu verstehen.
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