Regenmacher in Uganda und Südsudan sind aufgrund des Klimawandels und der hohen Erwartungen der Landwirte mit Gewalt und weitreichenden Angriffen konfrontiert. David Nabatisilili, einer der berühmtesten Regenmacher Ugandas, hat eine bittere Erfahrung mit dieser Realität gemacht. Er wurde von Landwirten angegriffen, weil starker Regen zu Überschwemmungen in den Feldern geführt hatte, und erlitt nach einem Sturz auf einen Stein einen Knochenbruch.
Herausforderungen der Regenmacher gegenüber den Erwartungen der Landwirte
Regenmacher werden in ihren Gemeinschaften als spirituelle Führer anerkannt, und es ist ihre Pflicht, Zeremonien zur Bitte um Regen von den Göttern abzuhalten. Dennoch führen ihre Erfolge manchmal zu unrealistischen Erwartungen unter den Landwirten. Nabatisilili sagt: "Die Leute schlagen uns, weil manchmal zu viel Regen fällt oder gar kein Regen fällt." Dieser Druck hat insbesondere in Zeiten geringer Niederschläge erhebliche Auswirkungen auf die Regenmacher und führt in einigen Fällen sogar zu deren Ermordung.
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Besorgniserregende Statistiken und Fakten
In den letzten zwei Jahren wurden mindestens zwei Regenmacher im Südsudan getötet. Im Jahr 2024 wurde Salomon Oture wegen Dürre in einem abgelegenen Dorf lebendig begraben. Diese Art von Gewalt hat aufgrund von Hunger und dem Tod von Vieh durch Dürre zugenommen. Madelina Tito, eine Verwandte eines der Opfer, sagt: "Sie beschlossen, ihn zu töten, weil sie glaubten, er könne den Regen nicht befehlen."
Untersuchungen zeigen, dass die durchschnittliche Anzahl der Regentage in der Region Kaputa, die nahe der Heimat von Lubilia liegt, von 90 Tagen in den 1980er Jahren auf 46 Tage Mitte der 2010er Jahre gesunken ist. Die Regenfälle, die auftreten, sind oft plötzlich und heftig, und diese Veränderungen haben dazu geführt, dass Landwirte die Regenmacher für ihre Probleme verantwortlich machen.
Die Gewalt gegen Regenmacher nimmt zu. Matthew Oromo, ein lokaler Beamter, sagt: "Die Situation wird jeden Tag schlimmer. Die Menschen sind sich der klimatischen Veränderungen nicht bewusst und wissen nicht, was vor sich geht." Während Regenmacher in Uganda nicht ermordet wurden, wurden einige von ihnen angegriffen und sogar den Behörden gemeldet.
Nabatisilili arbeitet seit seinem 14. Lebensjahr als Regenmacher und gilt als einer der vertrauenswürdigsten Regenmacher in seinem Dorf. Trotz zahlreicher Herausforderungen setzt er seine Bemühungen fort und sagt: "Im Leben gibt es immer Dinge, die scheitern, aber das bedeutet nicht, dass man aufhören sollte zu versuchen."
Normalerweise zahlen Landwirte eine Gebühr für die Dienste der Regenmacher, die von 13 Dollar bis 260 Dollar variieren kann. Diese Zahlungen tragen zur Gewalt bei, mit der Regenmacher konfrontiert sind, insbesondere wenn sie die Erwartungen der Landwirte nicht erfüllen können.
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