Die globalen Märkte sind aufgrund von schwerem Verkaufsdruck auf dem Anleihemarkt, Unklarheiten rund um KI-Unternehmen und den aktuellen Spannungen im Nahen Osten gesunken.
Situation auf dem Anleihemarkt und Ölpreise
Investoren haben aufgrund bevorstehender Entscheidungen der Zentralbanken über die Zinssätze Vorsicht walten lassen, während die Spannungen im Nahen Osten zu steigenden Ölpreisen und Anleiherenditen geführt haben. In diesem Zusammenhang hat der jüngste Angriff der Houthi-Rebellen auf Saudi-Arabien Besorgnis über die Ölversorgung ausgelöst, und der Preis für Brent-Rohöl für die Lieferung im November ist um 1,7 Prozent gestiegen und hat 107,4 Dollar pro Barrel erreicht.
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Steigende Anleiherenditen und Marktreaktionen
Die Rendite 10-jähriger US-Anleihen erreichte 5,03 Prozent, was den höchsten Stand seit Juli 2007 darstellt. Dieser Anstieg, bedingt durch den raschen Anstieg der Ölpreise, hat Besorgnis über die Möglichkeit einer dauerhaften Inflation ausgelöst. Unter diesen Umständen wird erwartet, dass die Federal Reserve in ihrer zweitägigen geldpolitischen Sitzung, die am Dienstag beginnt, die Geldpolitik zur Bekämpfung der Inflation straffen wird. Das letzte Mal hatte die Bank im Juli 2023 die Zinsen erhöht.
In der Zwischenzeit stieg der US-Dollar um 0,1 Prozent auf 99,6, und der Goldpreis stieg ebenfalls um 0,1 Prozent auf 4.305 Dollar pro Unze. Während die Ölpreise und die Anleiherenditen steigen, bleibt die Nachfrage nach Gold weiterhin betroffen.
Der US-Aktienmarkt fiel am Montag aufgrund von Bedenken über den Rückgang der KI-Entwicklung, wobei die Aktien von Chip-Herstellern wie Nvidia und AMD um 3,4 bzw. 4,4 Prozent fielen. Insgesamt fiel der Dow-Jones-Index um 0,29 Prozent, der S&P 500 um 0,48 Prozent und der Nasdaq um 0,56 Prozent.
In Europa waren die Aktienmärkte, mit Ausnahme von Großbritannien, ebenfalls negativ. Die Aktien des niederländischen Technologieunternehmens ASML fielen um 6,1 Prozent, und die Aktien des deutschen Unternehmens Infineon Technologies fielen um 7,7 Prozent. Gleichzeitig erreichte die Rendite 10-jähriger deutscher Anleihen 3,55 Prozent, den höchsten Stand seit 2009.
In Asien standen die Aktienmärkte ebenfalls unter Druck, und verschiedene Indizes wie der südkoreanische KOSPI und der Hongkonger Hang Seng fielen um 0,6 bzw. 0,2 Prozent. Diese Situation spiegelt die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen in China wider, die durch einen Rückgang der Investitionen und einen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Land gekennzeichnet sind.
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