Die Verbraucher im Euroraum haben im August ihre Inflationserwartungen erheblich erhöht. Laut einer Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) sind die Inflationserwartungen für die nächsten 12 Monate auf 3 Prozent gestiegen, was einem Anstieg von 2,9 Prozent im Juli entspricht.
Steigende Inflationserwartungen in langfristigen Perspektiven
Die Inflationserwartungen für die nächsten drei Jahre sind ebenfalls erheblich gestiegen und liegen nun bei 2,9 Prozent, was eine Verbesserung gegenüber 2,7 Prozent im Vormonat darstellt. Auch die Prognosen für die nächsten fünf Jahre liegen bei 2,5 Prozent, was einem Anstieg von 2,4 Prozent im Vormonat entspricht.
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In der Zwischenzeit bleibt die durchschnittliche Inflationsrate, die die Verbraucher in den letzten 12 Monaten erlebt haben, unverändert bei 3,5 Prozent. Laut dem Bericht der EZB hat sich die Unsicherheit über die Inflationserwartungen für das nächste Jahr verringert, liegt jedoch weiterhin über dem Niveau, das vor den Spannungen im Nahen Osten verzeichnet wurde.
Unterschiede in den Erwartungen basierend auf Einkommensgruppen und Alter
Verbraucher in niedrigeren Einkommensgruppen berichten weiterhin von höheren Inflationserwartungen und -gefühlen im Vergleich zu höheren Einkommensgruppen. Zudem haben Verbraucher im Alter von 18 bis 34 Jahren niedrigere Erwartungen als ältere Befragte.
Die Erwartungen für das nominale Einkommenswachstum in den nächsten 12 Monaten blieben bei 1 Prozent stabil, während die Prognosen für das Kostenwachstum ebenfalls bei 3,6 Prozent verblieben. Die Einschätzung der Verbraucher über das Wachstum ihrer Kosten im vergangenen Jahr stieg von 5,1 Prozent auf 5,2 Prozent.
Die wirtschaftlichen Erwartungen für die nächsten 12 Monate blieben bei minus 1,2 Prozent, während die prognostizierte Arbeitslosenquote gesenkt wurde und nun bei 11 Prozent von 11,2 Prozent liegt. In der Fortsetzung dieser Umfrage erwarten die Verbraucher, dass die Immobilienpreise im nächsten Jahr um 3,4 Prozent steigen, während die Hypothekenzinsen weiterhin bei 4,9 Prozent stabil bleiben.
Diese Umfrage wurde zwischen dem 6. und 24. August unter etwa 19.000 Erwachsenen in 11 Ländern des Euroraums durchgeführt.
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