Südkorea wird bald Gastgeber der Staatsoberhäupter von fünf zentralasiatischen Ländern, darunter Usbekistan, Kasachstan, Turkmenistan, Tadschikistan und Kirgisistan, für das erste Präsidentschaftstreffen sein. Dieses Treffen, das als historisches Ereignis beschrieben wird, findet am Mittwoch statt.
Ziel des Treffens und seine Bedeutung
Dieses Treffen, das mit bilateralen Gesprächen zwischen dem südkoreanischen Präsidenten Lee Jae-myung und den Führern der zentralasiatischen Länder einhergeht, hat das Ziel, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu vertiefen und solidere Grundlagen für die Beziehungen zwischen diesen Ländern und Südkorea zu schaffen. Sanat Kushkumbayev, ein Forscher des Instituts für strategische Studien Kasachstans, hat betont, dass das Hauptziel dieses Treffens darin besteht, den Dialog auf die Ebene der Staatsoberhäupter zu heben.
Mehr erfahren: Die Trump-Regierung kritisierte das Urteil des Obersten Gerichtshofs zur Briefwahl
Kushkumbayev wies auch darauf hin, dass die echte Herausforderung in diesem Treffen darin besteht, einen praktischen Plan in den Bereichen kritische Mineralien, Energie, digitale Technologien und Transport zu entwickeln. Die zentralasiatischen Länder streben danach, Investitionen anzuziehen, Zugang zu Technologien zu erhalten und ihre internationalen Partnerschaften zu diversifizieren.
Bedürfnisse Südkoreas und Potenziale Zentralasiens
Südkorea sieht sich derzeit mit Einschränkungen bei den inländischen Ressourcen konfrontiert und hat eine erhebliche Abhängigkeit von der Lieferkette Chinas. Die zentralasiatischen Länder können Südkorea kritische Mineralien, Energie und alternative Produktionsmöglichkeiten anbieten. Im Gegenzug kann Südkorea diesen Ländern Technologie, Kapital und industrielle Expertise bereitstellen.
Schätzungen zufolge wird das gesamte direkte Investitionsvolumen Südkoreas in Zentralasien bis Ende 2025 etwa 6,4 Milliarden Dollar erreichen. Darüber hinaus bestehen seit langem kulturelle und soziale Beziehungen zwischen Südkorea und Zentralasien, die zur Stärkung dieser Beziehungen beitragen können.
In der Vergangenheit, im Jahr 1937, wurden über 170.000 Koreaner aus der Sowjetunion zwangsweise nach Zentralasien umgesiedelt. Diese Geschichte hat die emotionalen und sozialen Bindungen zwischen den beiden Seiten gestärkt. Im Laufe der Zeit hat Südkorea versucht, seine Kultur und Sprache durch die Gründung kultureller Zentren in Zentralasien zu fördern.
Seit 2010 hat die südkoreanische Kultur, insbesondere durch Fernsehserien und K-Pop-Musik, in Zentralasien große Popularität erlangt. Diese Kultur hat Südkorea als weiche Macht geholfen, seinen Einfluss in dieser Region auszubauen.
Mehr erfahren: Ein Verkehrsunfall in Südafrika forderte 21 Todesopfer · Greg Stanton spricht über die Rentabilität von Finanzaktien



