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Wirtschaft

Welthandelsorganisation untersucht zukünftige Szenarien des Welthandels

Von gestern 3 Min.
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Welthandelsorganisation untersucht zukünftige Szenarien des Welthandels
Welthandelsorganisation untersucht zukünftige Szenarien des Welthandels منبع تصویر: donya-e-eqtesad.com

Die Welthandelsorganisation hat in ihrem neuesten Bericht drei mögliche Szenarien für die Zukunft der Weltwirtschaft skizziert. Diese Szenarien umfassen Wege der multilateralen Zusammenarbeit und geopolitische Herausforderungen.

Die Welthandelsorganisation hat in ihrem neuesten Bericht mit dem Titel „Ausblick auf den Welthandel 2026: Ein kritischer Moment für das internationale Handelssystem“ die bevorstehenden Veränderungen in der Weltwirtschaft analysiert. Dieser Bericht skizziert drei mögliche Wege und Szenarien für die Zukunft des Welthandels.

Positive und negative Szenarien für die Weltwirtschaft

Im ersten Szenario, das auf der „Stärkung multilateraler Mechanismen“ basiert, wird prognostiziert, dass bis 2050 das Bruttoinlandsprodukt der Welt im Vergleich zum aktuellen Pfad um 2,9 Prozent und das Volumen der weltweiten Exporte um 17,9 Prozent steigen wird. Mit der Fortsetzung dieses Trends könnte die Welthandelsorganisation neuen Auftrieb erhalten und die internationalen Märkte könnten sich mehr denn je öffnen. Zudem werden neue Vorschriften zur Regulierung des Dienstleistungshandels und der digitalen Wirtschaft entstehen.

In diesem Ausblick wird auch der Mitgliedschaftsbereich der Organisation erweitert, und neben diesen Entwicklungen wird versucht, ein Gleichgewicht zwischen freiem Handel und nationalen Sicherheitsüberlegungen herzustellen. Diese Konvergenz wird für weniger entwickelte Länder, die derzeit weniger als ein Prozent am Welthandel haben, entscheidend und transformierend sein. Es wird prognostiziert, dass die Eindämmung von Zöllen und die Senkung der Handelskosten ein Wachstum von 7,7 Prozent im Bruttoinlandsprodukt dieser Länder bewirken könnte.

Herausforderungen durch wirtschaftliche Divergenz

Die zwei pessimistischen Szenarien untersuchen die Kosten der Erosion der wirtschaftlichen Verbindungen der Welt. Wenn die Welt in Richtung „geopolitischer Fragmentierung“ tendiert, wird das Bruttoinlandsprodukt der Welt um 5,1 Prozent sinken und die Exporte werden um 18,6 Prozent zurückgehen. Das Szenario „Welt der verstreuten Freihandelsabkommen“ hat schwerwiegendere Folgen, und in diesem Zustand wird das multilaterale System durch ein Netzwerk kleiner und verstreuter Abkommen ersetzt. Schätzungen zufolge wird in diesem Fall das Bruttoinlandsprodukt der Welt um 6,9 Prozent und die Exporte um 26,9 Prozent zurückgehen.

Der Vergleich dieser Szenarien zeigt, dass der Pfad der Weltwirtschaft von großer Bedeutung ist. Der Abstand zwischen der Stärkung multilateraler Zusammenarbeit und der Bewegung in Richtung Divergenz könnte 5 bis 10 Prozent des tatsächlichen Bruttoinlandsprodukts der Welt kosten. Diese Zahl ist eine erhebliche Belastung für die Schwächung gemeinsamer Handelsregeln.

Trotz der Herausforderungen weist der Bericht auf einen weiteren Punkt hin. Ein großer Teil der heutigen Herausforderungen ist das Ergebnis der Errungenschaften dieses Handelssystems. Der multilaterale Handelsrahmen hat in den letzten acht Jahrzehnten die Zollbarrieren gesenkt und das Volumen des Welthandels um etwa 50-fach erhöht, was zu einer offeneren und integrierteren Wirtschaft geführt hat.

Dennoch haben die Entwicklungen, die zum Wachstum der Weltwirtschaft beigetragen haben, die Koordination zwischen den Ländern heute erschwert. Vier Hauptfaktoren spielen eine Rolle bei der Entstehung dieser Situation: der Wandel des wirtschaftlichen Machtgleichgewichts in der Welt, die zunehmende Rolle der Staaten in der Wirtschaft, der Wandel der Handelsnatur und die Zunahme geopolitischer Spannungen.

Ngozi Okonjo-Iweala, die Generaldirektorin der Welthandelsorganisation, betont die Bedeutung des multilateralen Systems. Sie ist der Ansicht, dass dieser Rahmen zur Schaffung einer integrierteren und widerstandsfähigeren Wirtschaft beigetragen hat und dass immer noch etwa 72 Prozent des weltweiten Warenhandels auf dem Prinzip der „Meistbegünstigung“ basieren.

Okonjo-Iweala weist auch auf die Notwendigkeit einer Reform der Struktur der Welthandelsorganisation hin und verweist auf die Erfahrungen der letzten acht Jahrzehnte, die die Anpassung dieser Institution an neue Bedingungen zeigen. Reformen könnten einen neuen Weg für sie eröffnen.

Bericht von رامین توکلی؛ Redaktion: Reutera News

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