Der Pentagon setzt das verpflichtende Testprogramm zur Überprüfung von Testosteronmangel bei amerikanischen Militärangehörigen, die 30 Jahre oder älter sind, erneut in Kraft. Diese Entscheidung wurde von einem Pentagon-Sprecher am 17. September bekannt gegeben und folgt einem Programm, das von vielen medizinischen Experten als unnötig und potenziell schädlich beschrieben wurde.
Details des Testprogramms
Der Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten, Peter Hegst, der die Verwendung von Testosteron zur Verbesserung der militärischen Einsatzbereitschaft unterstützt, kündigte das Programm erstmals im Juli an. Laut den veröffentlichten Richtlinien sollen auch Frauen durch einen Fragebogen getestet werden und anschließend für Bedingungen im Zusammenhang mit hormonellen Ungleichgewichten behandelt werden.
Allerdings hat der Pentagon Anfang September vorübergehend die veröffentlichten medizinischen Richtlinien zu Testosteron „zur Durchführung von Aktualisierungen“ aufgehoben. Dennoch hebt die neue Maßnahme des Pentagon diese Unterbrechung auf und erlaubt es, die Tests erneut zu beginnen. Es ist noch unklar, ob Änderungen an der ursprünglichen Politik vorgenommen wurden oder nicht.
Medizinische Bedenken und Folgen
Ein Sprecher des Pentagon, Sean Parnell, erklärte in einer Stellungnahme: „Diese Richtlinie befasst sich umgehend mit dem Testosteronmangel bei Männern und legt die gleichen Test- und Behandlungswege fest.“ Doch medizinische Experten haben gewarnt, dass eine unangemessene Verschreibung von Testosteron das Risiko von Unfruchtbarkeit bei Militärangehörigen erhöhen oder zu anderen gesundheitlichen Folgen führen könnte.
Dieses Programm wird wieder aktiviert, während es viele Kritiken zur Notwendigkeit und Sicherheit gibt, und viele Experten glauben, dass solche Maßnahmen die Gesundheit der Militärangehörigen gefährden könnten. Bei der Überprüfung der Folgen dieser Entscheidung könnte der Pentagon mit neuen rechtlichen und sozialen Herausforderungen konfrontiert werden.



