Präsident Donald Trump hat mit seinen jüngsten Äußerungen zur Erhöhung der Zinssätze der Federal Reserve erneut die Aufmerksamkeit auf seine komplexe Beziehung zu dieser Finanzinstitution gelenkt. Trump schien am Mittwoch zu implizieren, dass er Jerome Powell, den er selbst ausgewählt hat, erlauben würde, die Zinssätze zu erhöhen, obwohl er diese Maßnahme als "falsch" bezeichnet hat.
Fragen zu Powells Beratungen mit Trump
Trump sagte in seinen Äußerungen gegenüber Journalisten: "Ich habe mit Jerome gesprochen und ihm gesagt, dass er sich besser mit dem Abstimmungsgremium abstimmen sollte, da es sonst keine Auswirkungen haben wird... Ich habe ihm gesagt: 'Mach, was du willst, denn es spielt keine Rolle', weil er nicht die Stimmen hat." Diese Äußerungen werfen viele Fragen über den Grad der Beratung von Powell mit dem Präsidenten auf. Während die Federal Reserve so gestaltet ist, dass sie von politischen Druck fernbleibt, können solche Äußerungen das Vertrauen in die Unabhängigkeit dieser Institution untergraben.
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Reaktionen auf Trumps Äußerungen
Einige Analysten und ehemalige Beamte haben mit Verwunderung auf diese Äußerungen reagiert. Eric Rosengren, der ehemalige Präsident der Federal Reserve Bank of Boston, bezeichnete diese Äußerungen als "ungewöhnlich und unangemessen" und betonte, dass der Präsident der Federal Reserve keine Erlaubnis des Präsidenten benötigt, um die Zinssätze zu erhöhen. In der Zwischenzeit wies Krishna Guha, Vizepräsident und Leiter der wirtschaftlichen Strategie und der Zentralbank bei Oracle ISI, Trumps Behauptungen zurück und sagte, dass der Markt klar zeigt, dass Powell diese Entscheidung kontrolliert.
Der gefährlichste Aspekt dieser Äußerungen ist, dass sie Zweifel an der Wall Street hervorrufen und den Eindruck verstärken könnten, dass Powell tatsächlich nicht unabhängig ist. Dies könnte zu einer Verringerung der Kontrolle der Federal Reserve über die Zinssätze führen und die Kosten für Hypotheken und Autokredite erheblich erhöhen.
Als er auf Fragen von Journalisten zu seiner Beziehung zum Präsidenten angesprochen wurde, wich Powell diesen Fragen aus und sagte: "Ich bin kein Wall-Street-Newsletter. Ein Teil der Unabhängigkeit der Federal Reserve besteht darin, in unserem Bereich zu bleiben. Unabhängigkeit ist eine zweiseitige Straße." Diese Äußerungen zeigen deutlich seinen Versuch, die Unabhängigkeit der Federal Reserve zu wahren.
Schließlich wird die Beziehung zwischen Trump und Powell in Zukunft direkt von den Entscheidungen über die Zinssätze und deren Auswirkungen auf die Märkte beeinflusst werden. Analysten befürchten, dass, wenn die Federal Reserve unter Powells Führung die Zinssätze weiter erhöht, Druck vom Weißen Haus entstehen könnte.
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